Schwangerschaft und Psoriasis
Wie Sie inzwischen wahrscheinlich gelesen haben, kann die Veranlagung
zur Schuppenflechte weitervererbt werden. Allerdings sagt dies nichts
darüber aus, ob oder wie schwer die Krankheit bei den Kindern ausbricht.
Wenn allerdings beide Elternteile an Schuppenflechte erkrankkt sind oder
die Veranlagung dazu haben, so steigt für die Kinder das Risiko,
ebenfalls an Psoriasis zu erkranken, auf bis zu 70 %.
Psoriasis als einen Grund gegen eine Schwangerschaft oder einen Kinderwunsch
anzusehen wäre aber sicherlich falsch. Wie schon beschrieben, kann
die Krankheit auch mehrere Generationen überspingen, es ist also
nicht gesagt, daß die Kinder an Psoriasis erkranken.
Mit der immer weiter wachsenden Anzahl von Medikamenten und Behandlungsmöglichkeiten
kann während einer Schwangerschaft ein Mittel ausgewählt werden,
das für die Mutter und das Kind ungefährlich ist.
Dies sollte übrigens auch schon vor einer geplanten Schwangerschaft
geschehen, da eine bereits laufende Therapie rechtzeitig umgestellt werden
sollte.
Der Einsatz von Cremes, Salben, auch äußerlich anzuwendende
kortisonhaltige Präparate und eine äußerliche Lichttherapie
zur Behandlung der Schuppenflechte sind während der Schwangerschaft
unbedenklich.
Und wie immer gilt: Bei Fragen bezüglich einer Schwangerschaft oder
einem Kinderwunsch bei der Veranlagung oder einer bestehenden Schuppenflechte
wenden Sie sich an Ihren Arzt und fragen Sie Ihren Apotheker!
|