Pustulöse Psoriasis
Dieses Krankheitsbild wird geprägt von feinen Bläschen.
Es bilden sich über den entzündeten Hautstellen feine
Bläschen. Dabei sind die Bläschen zwischen zwei bis 5
mm gross und mit einer leicht gelblichen Flüssigkeit gefüllt.
Diese gelbliche Farbe entsteht durch die weißen Blutkörperchen,
die in der Flüssigkeit enthalten sind. Solche Bläschen
werden vom Arzt als Pusteln bezeichnet. In den Pusteln sind weder
Pilze noch Bakterien oder Viren enthalten, es wird auch von sterilen
Pusteln gesprochen. Die Flüssigkeit dieser Pusteln ist allso
nicht ansteckend. Die pustulöse Psoriasis stellt ein eigenes
Krankheitsbild dar, für das man bisher noch keine Ursache finden
konnte, auch eine Vererbung konnte bislang noch nicht festgestellt
werden.
Psoriasis pustulosa generalisata, Typ Zumbusch
E s gibt unterschiedliche Formen der pustulösen Psoriasis.
Die generalisierte Form wird auch Typ Zumbusch genannt. Sie betrifft
den kompletten Körper und kann lebensbedrohend sein. Zum Glück
kommt sie aber nicht oft vor. Es treten großflächig Bläschen
auf, die Betroffenen haben ein starkes Krankheitsgefühl, sind
abgeschlagen, haben Fieber und fühlen sich schwach, haben starke
Muskeln und schmerzende Gelenke. Die Betroffenen dieser Form der
Schuppenflechte sollten in einer Hautklinik versorgt werden. Eine
Behandlung erfolgt mit Retinoiden, Ciclosporin, Kortikoiden und
Methotrexat. Zusätzlich kann auch eine lokale Behandlung mit
Vitamin-D-Analogen und Kortikoiden durchgeführt werden. Die
Kombination mit der PUVA-Therapie ist ebenfalls möglich.
Impetigo herpetiformis
Diese Form der Schuppenflechte hat nichts mit Herpes zu tun. Sie
stellt eine weitere generalisierte Form der pustulösen Psoriasis
dar. Diese Form der Psoriasis tritt nur bei Schwangeren auf.
Psoriasis pustulatione
Bei dieser Form der Schuppenflechte bilden sich Bläschen auf
bereits bestehenden Hautstellen. Dabei bilden sich die Bläschen
sehr schnell und meistens am Rand der Herde. Meist sind spezielle
Auslöser für das Auftreten verantwortlich. Eine Therapie
sollte im Krankenhaus durchgeführt werden.
Hohlhand- und Fußsohlenbefall - Psoriasis pustulosa
palmoplantaris, Typ Barber
Dieses Krankheitsbild ist eine eigenständige Form der Schuppenflechte.
Neben den Schuppenherden an den Händen und den Füßen
können gelegentlich auch andere Körperstellen, wie z.
B. der Ellenbogen, betroffen sein.
Weist es eine Vererbbarkeit bei dieser Schuppenflechte-Form nicht
gegeben, die Ursachen für die Krankheit ist noch nicht bekannt.
Diese Art der Schuppenflechte setzt meist plötzlich ein. Die
sichtbaren Veränderungen auf der Haut werden von dunkelroten,
leicht schuppenden Gebieten bestimmt. Innerhalb dieser Gebiete kann
eine größere Anzahl von zwei bis 5 mm großer gelblicher,
später auch brauner Pusteln entstehen. Die Pusteln trocknen
später ein und Blättern ab. Diese Art der Schuppenflechte
wird mehr von einem brennen als von einem Juckreiz begleitet. Gefallen
werden meist bei der Handflächen, besonders die Handballen.
Auch an den Füßen sind meist beide Fußsohlen betroffen.
Typische Begleiterkrankungen oder Änderungen des Blutes sind
bisher nicht bekannt. Kinder erkranken an diesem Krankheitsbild
sehr selten, bei Erwachsenen überwiegt leicht der Anteil der
Frauen. Diese Art der Schuppenflechte verläuft meist langwierig
und ist unberechenbar. Eine Abheilung ist meist nur von vorübergehender
Natur.
Akrodermatitis supprativa, Typ Halopeau
Diese Form der Schuppenflechte beschränkt sich auf die letzten
Glieder der Finger und das Nagelbett. Dabei wird das Nagelbett zerstört
und der Nagel geht verloren, auch nach einer Heilung wächst
er nicht wieder nach. Bei einer Therapie verwendet man lokal oder
systemisch Kortikoide, Methotrexat oder Ciclosporin.
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