Methotrexat
Methotrexat wirkt entzündungshemmend und hemmt die Zellvermehrung.
Methotrexat wird an Stelle von Folsäure in den Stoffwechsel
der Zellen eingefügt. Daraus resultiert eine Hemmung der Eiweiße,
die für den Aufbau und die Erhaltung der DNA der Zelle verantwortlich
sind. Die Zelle kann sich nicht mehr vermehren und stirbt sogar
ab. In hohen Dosierungen findet Methotrexat Anwendung bei bösartigen
Tumoren, wo es als Zellgift wirkt. In niedrigerer Dosierung wird
Methotrexat bei Psoriasis eingesetzt. Dabei nutzt man vor allem
den Entzündungshemmenden Effekt.
Die Anwendung von Methotrexat in niedriger Dosierung findet in
Tablettenform oder durch eine Injektion statt. Man verwendet Methotrexat
bei schweren Formen der pustulösen Psoriasis, bei Psoriasis
vulgaris und bei Psoriasis-Arthritis.
Methotrexat darf nicht angewendet werden während einer Schwangerschaft,
bei Alkoholismus, Infektionen, Störungen der Wundheilung, Lebererkrankungen,
Nierenerkrankungen oder bei Störungen der Blutbildung.
Vorsicht geboten ist bei einem Kinderwunsch. Sowohl Frauen als
auch Männer müssen bis zu sechs Monate nach einer Therapie
eine sichere Verhütung anwenden.
Bei der Verwendung von Methotrexat in Verbindung mit einer Fototherapie
ist Vorsicht geboten. Man darf Methotrexat nicht kombinieren mit
Retinoiden und Fumarsäureestern. Eine Kombination mit Ciclosporin
ist für kurze Zeit möglich.
|