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Diagnose einer Schuppenflechte

Schuppenflechte kann sich auf sehr unterschiedliche Art und Weise äußern. Deswegen sollte der Arzt bei der Diagnose aufmerksam vorgehen, da es einige Symptome gibt, die sehr typisch für die Schuppenflechte sind.

Äußere Merkmale
Eine klassische Form der Schuppenflechte ist durch den typischen Aufbau der Erscheinungen auf der Haut sichtbar. Zuerst entwickeln sich rote Flecken, auf denen sich schnell manchmal sehr fest sitzende Schuppen bilden. Diese Schuppen glänzen meist silbrig und sind geschichtet aufgebaut. Typisch für eine Schuppenflechte ist der so genannte "zu kleine Deckel". Das bedeutet, dass die deckende Schuppenschicht den Herd nicht komplett bedeckt, sondern rund um den Herd ein schmaler roter Saum zu sehen ist. Oft wird dieser Saum von einem schmalen, blassen Rand umgeben.
Es lassen sich jedoch immer wieder unterschiedliche Hauterscheinungen beobachten. Dies hängt meist vom Alter der Erkrankung ab. Junge Herde sind meist hellrot, ältere sind meist dunkelrot oder blaurot. Aber auch die Rückbildung oder Heilung der Herde kann das Erscheinungsbild verändern.

Ein Arzt kann durch reiben auf den Herden drei besondere Kennzeichen auslösen:

- Das Kerzenphänomen: Durch das Kratzen lösen sich feine Schuppenteile ab, deren Form der von feinen Spänen einer Kerze ähnelt

- Das letzte Häutchen: Nachdem man den Schuppenherd von den Schuppen befreit hat, kommt darunter das so genannte letzte Häutchen zum Vorschein. Es besteht aus der letzten, die Papillenspitzen überdeckende Schicht der Epidermis.

- Das Ausspitz-Phänomen: Beim Ablösen des letzten Häutchens werden kleine Blutgefäße verletzt, was eine feine, punktförmige Blutung zur Folge hat. Dieser tropfenförmige Austritt des Blutes wird bezeichnet als "blutiger Tau", eine von Ausspitz beschriebene Erscheinung.
Da diese Erscheinung jedoch auch von anderen Hautkrankheiten bekannt ist, ist das Zeichen des letzten Häutchens das am Aussagekräftigste.

 

Feingewebliche Untersuchung
Hierbei wird ein kleines Stück eines Herdes, das unter örtlicher Betäubung entnommen wurde, unter dem Mikroskop untersucht. Oft lässt sich durch die Untersuchung eine Hauterkrankung, die zunächst nicht sicher einzuordnen war, bestimmen. Bei der feingeweblichen Untersuchung von Schuppenflechte finden sich Veränderungen in der Oberhaut, der Basalschicht und der Lederhaut. In der Oberhaut findet sich eine Vermehrung der Epidermiszellen und eine gestörte Verhornung. Ein typisches Zeichen der Schuppenflechte ist der "Munrosche Mikroabszeß", was bedeutet, dass weiße Blutkörperchen in die oberste Hautschicht gelangen, was auf eine Entzündung der Haut hinweist.