Cignolin
Zur Behandlung von Psoriasis wird oft Cignolin, auch Dithranol
genannt, eingesetzt. Dieser Wirkstoff wurde bereits 1916 in Europa
entdeckt.
Das heute chemisch produzierte Cignolin leitet sich ursprünglich
von natürlichen Stoff Chrysarobin ab, der aus dem brasilianischen
Goabaum gewonnen wurde.
Die WIrkungsweise des Cignolin besteht darin, dass die Zellteilung
behindert wird und zudem bestimmte Stoffwechselvorgänge in
den Zellen blockiert werden. Dadurch normalisiert sich der zu starke
Verhornungsvorgang in der Haut.
Nach einer Behandlung mit Cignolin ist die Haut entzündungsfrei,
weniger dick und die starke Verhornung ist gebremst.
Cignolin läßt sich als Salben- oder Pastenzubereitung
verwenden. Unerwünschte, aber harmlose Nebenwirkungen dieser
Therapie sind braune Verfärbungen der umliegenden Haut und
eine Verfärbung der Wäsche, da das an sich leicht gelbliche
Cignolin an der Luft durch Umsetzungsprozesse einen bräunlichen
Farbton annimmt.
In Kliniken wird vor allen Dingen mit Cignolinvaseline und Cignolinpaste
gearbeitet, wobei etwas Salizylsäure zugesetzt wird, um das
Cignolin haltbar zu machen. Es hat sich gezeigt, daß bereits
nach drei Monaten ein deutlicher Wirkungsverlust beim Cignolin einsetzt,
wenn es mit Luft in Berührung kommt.
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