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Wirksamer Bestandteil
Methotrexat Medac
Hersteller
Schering Onkologie GmbH (MSO)
Wie wirkt der Inhaltsstoff?
Methotrexat wird bei rheumatischen Krankheiten eingesetzt.
Unser Immunsystem schützt den Körper gegen Krankheiten.
Es erkennt fremde Zellen (Bakterien) oder veränderte
Körperzellen (Krebszellen) und bekämpft sie.
Bei manchen Menschen sind diese Reaktionen fehlgesteuert.
Ihr Immunsystem bekämpft fälschlich auch körpereigenes
Gewebe als Fremdkörper und versucht es zu zerstören.
Daher muss man das Immunsystem regulieren.
Methotrexat ist ein Basis-Antirheumatikum. Basismedikamente
werden ein Leben lang angewendet um die Entzündung dauerhaft
in Schach zu halten. Der Wirkungsmechanismus von Methotrexat
bei Rheuma ist nicht genau bekannt. Man vermutet jedoch, dass
es die Immunreaktion unterdrückt.
Für die Bildung der Immunzellen benötigt der Körper
Erbsubstanz (DNS, DNA). Sie besteht aus verschiedenen Bausteinen.
Zur Bildung dieser Bausteine muss das Vitamin Folsäure
von einem Enzym (Eiweißstoff) aktiviert werden. Die
Folsäure nennt man daher auch einen Metaboliten des Enzyms.
Methotrexat ist ähnlich gebaut wie Folsäure. Versucht
das Enzym jedoch Methotrexat anstelle von Folsäure zu
aktivieren, wird es blockiert. Daher nennt man Methotrexat
auch einen Antimetaboliten.
Da dem Immunsystem nun die Bausteine für die Immunzellen
fehlen, ist seine Reaktionsfähigkeit eingeschränkt.
Damit wird der Teufelskreis der Entzündung unterbrochen
und Entzündungen, Schwellungen und Schmerzen lassen nach.
Autoimmunerkrankungen sind zwar bis heute unheilbar. Frühzeitig
behandelt lässt sich jedoch die Zerstörung des Gewebes
verhindern und die Funktionsfähigkeit erhalten.
Anwendungsgebiete
Rheuma (rheumatoide Arthritis, chronische Polyarthritis)
Psoriasis-Arthritis
Schuppenflechte (Psoriasis)
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