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Nebenwirkungen
Aufgelistet sind die wichtigsten, bekannten Nebenwirkungen.
Sie können auftreten, müssen aber nicht, da jeder
Mensch unterschiedlich auf Medikamente anspricht.
Manchmal reagieren Menschen allergisch auf Medikamente. Sollten
Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion verspüren,
informieren Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker.
Nierenfunktionsstörungen, Bluthochdruck, Zahnfleischwucherungen,
Vermehrte Kopf- und/oder Körperbehaarung, Kopfschmerzen,
Müdigkeit, Zittern, Erkrankung der Nerven in Armen und
Beinen (periphere Neuropathie). Symptome wie z.B. Kribbeln,
Kalt- oder Wärmegefühl, Empfindungslosigkeit, Erhöhte
Blutfettwerte, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Infektionen
durch Bakterien, Pilze oder Viren, Blutarmut (Gelengentlich),
Magen-Darm-Geschwüre (Gelegentlich), Hautausschläge
(Gelegentlich), Epileptische Anfälle (Gelegentlich),
Störungen der Monatsblutung (Gelegentlich), Gewichtszunahme
(Gelegentlich), Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödeme)
(Gelegentlich), Gutartige oder bösartige Tumore, bei
dauerhafter, hochdosierter Behandlung (Gelegentlich), Akne
(Gelegentlich)
Wechselwirkungen
Ciclosporin kann - sowohl positiv als auch negativ - die
Wirkung anderer Medikamente im Körper beeinflussen oder
auch selbst durch zahlreiche Substanzen beeinflusst werden.
Nennen Sie deshalb Ihrem Arzt alle Medikamente, die Sie einnehmen.
Es könnte sein, dass für die Dauer der Ciclosporin-Behandlung
Änderungen erforderlich sind.
Kortikoide Methylprednisolon, Prednison und Prednisolon:
Neigung zu Krampfanfällen
Antibiotika (Gyrase-Hemmer, Aminoglykoside, Cotrimoxazol),
NSAID (Schmerz- und Entzündungshemmer), Fibrate (Blutfettsenker),
Virustatika, Tacrolimus (Immunsuppressivum): Nierenschäden.
Nifedipin (Blutdrucksenker): Zahnfleischwucherung
Orlistat (Fettaufnahmehemmer): veränderte Verfügbarkeit
von Ciclosporin.
Lebendimpfstoffe sollten nicht angewendet werden. Totimpfstoffe
können an Wirksamkeit verlieren.
Kaliumreiche Ernährung, kaliumsparende Diuretika (Wassertabletten):
Anstieg Kalium-Spiegel im Blut
Verhütungsmittel zum Einnehmen (orale Kontrazeptiva),
Kortison, Digoxin (Herzschwäche), Colchicin (Gicht),
CSE-Hemmer (Blutfettsenker): Steigerung von Wirkungen und
(gefährlichen!) Nebenwirkungenmreichen Ernährung,
kaliumsparende Diuretika (Wassertabletten): Anstieg Kalium-Spiegel
im Blut.
Ciclosporin wird in der Leber über das Enzymsystem Cytochrom-P-450
abgebaut. Es gibt Stoffe, die dieses Enzymsystem aktivieren,
dann wird Ciclosporin verstärkt abgebaut und verliert
dadurch an Wirksamkeit. Andere Stoffe wiederum blockieren
das Enzymsystem, dann wird Ciclosporin langsamer abgebaut
und wirkt stärker und länger.
Enzymaktivierer sind: Rifampicin, Isoniazid (Tuberkulose);
Johanniskraut (Depressionen); Carbamazepin, Phenobarbital,
Phenytoin (Epilepsie); Efavirenz, Nevirapin (HIV).
Enzymblockierer sind: Fluconazol, Ketoconazol, Itraconazol,
Voriconazol (Pilzinfektion); Clarithromycin, Erythromycin,
Telithromycin (Antibiotika); Amprenavir, Indinavir, Nelfinavir,
Ritonavir (HIV); Diltiazem, Nicardipin, Verapamil (Blutdrucksenker);
Grapefruitsaft.
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